Geschichte · Hannover
Ursprünge und Gründung von Hannover
Hannovers Geschichte reicht vom mittelalterlichen Marktflecken an der Leine bis zur modernen Landeshauptstadt. Wer die Altstadt, die Marktkirche oder das Leineschloss besucht, läuft mitten durch diese Geschichte - am besten entlang des Roten Fadens.
Die Anfänge Hannovers
Hannover entstand als Siedlung an einer Furt über die Leine - der Name leitet sich vom „hohen Ufer“ (honovere) ab. Die günstige Lage am Fluss und an Handelswegen ließ aus dem Fischer- und Fährdorf einen Markt wachsen. Reste dieser Keimzelle prägen bis heute die Altstadt rund um Marktkirche und Ballhof.
Hannover im Mittelalter
1241 erhielt Hannover das Stadtrecht. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zur befestigten Bürgerstadt mit Stadtmauer, Markt und der mächtigen backsteingotischen Marktkirche St. Georgii et Jacobi. Als Mitglied der Hanse trieb Hannover Handel und wuchs an Bedeutung. Mehr historische Orte findest du in der Kategorie Historie.
Die Reformation und ihre Auswirkungen
1533 führte Hannover die Reformation ein und wurde protestantisch. Die Marktkirche wurde lutherisch, das kirchliche Leben und die Stadtordnung neu geprägt. Die Reformation stärkte das Selbstbewusstsein der Bürgerstadt gegenüber dem Landesherrn.
Hannover als Residenzstadt
Mit dem Einzug der Welfen wurde Hannover Residenz: Das Leineschloss wurde Herrschersitz, vor den Toren der Stadt entstanden die barocken Herrenhäuser Gärten als eine der bedeutendsten Gartenanlagen Europas. In dieser Zeit wirkte auch der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz in Hannover. 1714 bestieg mit Georg I. ein hannoverscher Kurfürst den britischen Thron - die Personalunion zwischen Hannover und Großbritannien begann.
Hannover im Königreich Preußen
1814 wurde aus dem Kurfürstentum das Königreich Hannover. Nach dem Deutschen Krieg von 1866 wurde es von Preußen annektiert und zur preußischen Provinz Hannover. Die Stadt blieb Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum und wuchs mit der Industrialisierung rasant.
Hannover im 19. Jahrhundert
Eisenbahn, Industrie und Bevölkerungswachstum veränderten Hannover grundlegend. Es entstanden gründerzeitliche Wohnviertel wie die Oststadt und die Südstadt, repräsentative Bauten und schließlich das monumentale Neue Rathaus, das 1913 eröffnet wurde - heute ein Wahrzeichen der Stadt.
Hannover im 20. Jahrhundert
Der Zweite Weltkrieg zerstörte große Teile der Stadt; die Ruine der Aegidienkirche erinnert als Mahnmal daran. Nach dem Wiederaufbau wurde Hannover 1946 Hauptstadt des neuen Landes Niedersachsen, etablierte sich als Messestadt und feierte mit der EXPO 2000 - sichtbar bis heute im EXPO-Park in Bemerode - einen weltweiten Auftritt.
Fazit
Von der Leinefurt zur Landeshauptstadt: Hannovers Geschichte lässt sich beim Bummel durch die Innenstadt direkt ablesen. Wer mehr sehen will, folgt dem Roten Faden oder plant einen Rundgang über den Reiseplaner.
Häufig gestellte Fragen
Wann wurde Hannover gegründet?
Eine Siedlung bestand bereits im Hochmittelalter; das Stadtrecht erhielt Hannover 1241.
Warum heißt Hannover so?
Der Name geht auf „hohes Ufer“ (honovere) an der Leine zurück.
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