Altstadt Hannover: Rundgang, Fachwerk und Tipps

Hannovers Altstadt ist klein, und dafür gibt es einen Grund: Die Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs haben den historischen Kern fast vollständig zerstört. Was heute Altstadt heißt, ist ein zusammengelegter Rest – erhaltene Bauten und Fachwerkhäuser, die aus anderen Teilen der Stadt hierher versetzt wurden. Das macht sie nicht weniger sehenswert, aber man sollte wissen, was man sieht. Diese Seite führt durch die Altstadt und erklärt ihre Entstehung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Altstadt liegt zwischen Marktkirche, Leineufer und Ballhofplatz und lässt sich in rund einer Stunde abgehen.
  • Der historische Kern wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört; erhaltene Fachwerkhäuser wurden nach dem Krieg hierher umgesetzt.
  • Zentrale Bauten sind die Marktkirche, das Alte Rathaus und der Ballhof.
  • Die Kramerstraße und Burgstraße sind die Gassen mit dem dichtesten Fachwerkbestand.
  • Die Altstadt ist Teil des Roten Fadens, der ausgeschilderten Stadtroute Hannovers.
  • Gastronomie konzentriert sich rund um Ballhofplatz und Kreuzkirchenviertel.

Der Rundgang

  • Marktkirche Hanns-Lilje-Platz, Zentrum der Altstadt Backsteingotik, 14. Jahrhundert Das Wahrzeichen der Altstadt und einer der wenigen Bauten, die den Krieg in Teilen überstanden haben. Der Turm prägt die Silhouette der Innenstadt.
  • Altes Rathaus Direkt neben der Marktkirche Backsteingotik, mehrfach ergänzt Ziegelfassade mit gemustertem Mauerwerk, in Teilen rekonstruiert. Heute keine Verwaltung mehr, sondern Gastronomie und Veranstaltungsräume.
  • Ballhofplatz Nördlicher Teil der Altstadt Fachwerk und Theater Der Platz mit der dichtesten Fachwerkkulisse, gleichzeitig Spielstätte des Schauspiels. Im Sommer der belebteste Ort der Altstadt.
  • Kramerstraße und Burgstraße Gassen zwischen Marktkirche und Leine Umgesetzte Fachwerkhäuser Hier stehen die Häuser, die nach dem Krieg aus anderen Stadtteilen hierher versetzt wurden. Wer genau hinsieht, erkennt an Sockeln und Anschlüssen, dass die Gassen ein Arrangement sind.
  • Leineufer und Hohes Ufer Westrand der Altstadt Blick auf Leineschloss und Nanas Der Übergang zum Fluss, mit den Nana-Figuren von Niki de Saint Phalle in Sichtweite. Von hier hat man die beste Perspektive auf die Altstadtsilhouette.

Warum die Altstadt so klein ist

Hannover verlor im Zweiten Weltkrieg einen sehr großen Teil seiner historischen Bausubstanz. Beim Wiederaufbau entschied sich die Stadt für eine autogerechte, moderne Innenstadt – mit der Folge, dass vom mittelalterlichen Grundriss wenig blieb. Die erhaltenen Fachwerkhäuser wurden gezielt in dem Quartier zwischen Marktkirche und Ballhof zusammengeführt, um wenigstens einen zusammenhängenden historischen Bereich zu haben.

Das erklärt den Eindruck, den viele Besucherinnen und Besucher haben: Die Altstadt wirkt geschlossener und zugleich kompakter, als eine gewachsene Altstadt es wäre. Sie ist ein Nachkriegsentwurf mit echten alten Bauteilen – und als solcher selbst ein Stück Stadtgeschichte.

Praktisches

Die Altstadt liegt fußläufig zum Hauptbahnhof und zur Einkaufsachse rund um die Georgstraße; mit der Stadtbahn ist die Station Markthalle beziehungsweise Kröpcke am nächsten. Mit dem Auto fährt man eines der Innenstadtparkhäuser an, in den Altstadtgassen selbst gibt es keine Stellplätze. Für den Rundgang reicht eine Stunde, mit Einkehr am Ballhofplatz wird ein halber Nachmittag daraus.

Häufige Fragen

Was kann man in der Altstadt von Hannover sehen?

Die Marktkirche, das Alte Rathaus, den Ballhofplatz mit seiner Fachwerkkulisse sowie die Gassen Kramerstraße und Burgstraße. Am Hohen Ufer an der Leine hat man den besten Blick auf die Altstadtsilhouette und auf die Nana-Figuren.

Warum ist die Altstadt in Hannover so klein?

Weil der historische Kern im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde. Beim Wiederaufbau setzte die Stadt auf eine moderne Innenstadt; erhaltene Fachwerkhäuser aus anderen Stadtteilen wurden gezielt in das Quartier zwischen Marktkirche und Ballhof umgesetzt, um einen zusammenhängenden historischen Bereich zu erhalten.

Ist das Fachwerk in Hannovers Altstadt echt?

Die Häuser selbst sind historisch, stehen aber überwiegend nicht an ihrem ursprünglichen Ort. Sie wurden nach dem Krieg aus anderen Stadtteilen in die heutige Altstadt versetzt. Echt alt, aber neu arrangiert.

Wie lange braucht man für einen Rundgang durch die Altstadt Hannover?

Rund eine Stunde für den reinen Rundgang. Mit Besichtigung der Marktkirche und einer Einkehr am Ballhofplatz wird ein halber Nachmittag daraus.

Wie kommt man in die Altstadt von Hannover?

Zu Fuß vom Hauptbahnhof über die Georgstraße, mit der Stadtbahn bis Kröpcke oder Markthalle. Mit dem Auto fährt man eines der Innenstadtparkhäuser an – in den Altstadtgassen selbst gibt es keine Stellplätze.

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